Limmat_Reuss_Hallwilersee - Von der Limmat über Bremgarten zum Hallwilersee - AHU Swiss

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Limmat_Reuss_Hallwilersee - Von der Limmat über Bremgarten zum Hallwilersee

Bremgarten AG
Von der Limmat über Bremgarten zum Hallwilersee um 1935 - 1940
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Exkusionskarte
Exkursionskarte
EXKURSIONSKARTE
Exkursionskarte
Karte: Kümmerly+Frey, Bern - Verkehrsverein Bremgarten um 1935/40
Exkursionskarte

Von der Limmat über Bremgarten zum Hallwilersee


(Originalabschrift aus der Exkursions-Karte / Auszug aus der Exkursionskarte so um 1935/40, von Kümmerly+Frey, Bern / Verlag Verkehrsverein Bremgarten)

Die Bremgarten-Dietikon-Bahn hat ihren Ausgangspunkt in dem aufblühenden Zürcher Vorort Dietikon und führt von hier über Bremgarten nach Wohlen, der aargauischen Strohmetropole. Hier schliesst sie an die Wohlen-Meisterschwanden-Bahn an, welche in das liebliche aargauische Seetal, den aargauischen Schmuckkasten, führt. Die Bahnen verbinden die Täler der Limmat, der Reuss, der Bünz mit dem des Hallwilersees. Sie sind einerseits durch diese wichtige Querverbindung für die Talbewohner von einer wesentlichen volkswirtschaftlichen Bedeutung, anderseits dienen sie einem gut entwickelten Ausflugsverkehr in diese Altertümer, historischen Stätten und Naturdenkmälern reichen Landesgegenden. Die Anlagen der Bahnen über die Bergrücken bieten dem Naturfreund ausserordentlich viele schöne Einblicke in diesen prächtigen aargauischen Landesteil. Nicht zuletzt deshalb werden diese Gebiete von Ausflüglern so gerne besucht.
Oberhalb Dietikon fährt die Bahn über den sogenannten Honeret ins anmutige Reppischtal, zum Bauerndorfe Rudolfstetten, um weiter in schön angelegten Kurven die Höhen des Mutschellens zu erreichen. Es ist dies der Hauptübergang des langgestreckten Hügelzuges, der sich von Affoltern a. A. bis zur Bäderstadt Baden zieht.

BDB Station Dietikon
BDB Station Dietikon
Bremgarten Reusskurve
Bremgarten Reusskurve

Der höchste Punkt der Bahn, die Station Berikon-Widen, gestattet nach einer wundervollen Wanderung von etwa 30 Minuten den obersten Gipfel dieser Bergkette zu erreichen, den 792 m über Meer gelegenen Hasenberg, der dem erfreuten Auge eine herrliche Fernsicht gewährt. In den ausgedehnten Waldungen dieser Hügelkette liegt auch der sagenumworbene Egelsee, der vom Châlet Hasenberg aus bequem in einer halben Stunde erreichbar ist. Weitere lohnende Spaziergänge von der Station Berikon-Widen aus können ins Oberfreiamt, nach Dietikon, nach Bremgarten und über den Heitersberg nach Baden ausgeführt werden. Von der Mutschellenhöhe führt die Bahn in Serpentinen hinunter ins Reusstal, nach Bremgarten. Schon die Fahrt bietet prächtige Ausblicke auf den ausserordentlich interessanten, kurvenreichen Weg, den sich die Reuss in diesem Tal gebahnt hat. Das Städtchen selbst liegt mitten in einer mit prächtigen Stromschnellen versehenen grossen Reusskurve. Bremgarten, das alte Habsburgerstädtchen aus dem 13. Jahrhundert, zeigt das typische Bild eines befestigten Stützpunktes früherer Zeiten. Über die winkligen Gassen des Städtchens ragen altergraue Türme empor, von denen der Spittelturm, das Wahrzeichen der Stadt, in unmittelbarer Nähe des Bahnhofes steht. Bemerkenswert ist der prächtig gelegene Amthof, heute ein Privatsitz, der früher dem Vertreter des Klosters Muri als Amtssitz diente.

Unter den geschichtlich bekannten Stätten seien nur erwähnt:  der Gasthof zum Hirschen, wo im Jahre 1799 General Massena sein Hauptquartier aufgeschlagen hatte, das „Schwert", in dem 1504 Heinrich Bullinger, der spätere Nachfolger Zwinglis, das Licht der Welt erblickte, in der Antonigasse liegt ein prächtiges altes Patrizierhaus, das dem nachmaligen französischen König Louis Philippe 1793-1795 als Aufenthaltsort diente. Bekannt sind die alten Befestigungswerke mit ihren Türmen: der Katzenturm am Reussweg, wo eine Gedenktafel auf den Durchgang Zwinglis während der Reformationskriege hinweist, die beiden Befestigungstürme der Unterstadt, der Hexenturm und der Hermannsturm, die heute noch durch Wall und Graben verbunden sind. In der Unterstadt steht die schön renovierte katholische Kirche, umgeben von drei Kapellen. in unmittelbarer Nähe ist heute noch das frühere St. Klarakloster zu sehen, das während der Revolutionszeit Damen aus dem höchsten französischen Adel barg. Eine prächtige holzgedeckte Brücke, mit ihren Erkern ein gefälliges Zeugnis alter Baukunst, dient heute noch dem Verkehr. Auf der westlichen Seite der Reuss finden wir die grosse Anstalt St. Josef für schwachsinnige Kinder. Unmittelbar neben dem Bahnhof Bremgarten beginnt eine prächtige, langausgedehnte Waldpromenade längs der Reuss, die bis zur Einsiedelei Emmaus führt.

Kirche in Wohlen
Kirche Wohlen AG
Meisterschwanden Strandbad
Meisterschwanden Strandbad

Empfehlenswert ist auch ein Gang zur Fohlenweide der aargauischen Pferdezuchtgenossenschaft und abwechslungsreich ein kleiner Abstecher zum lieblich gelegenen Kloster Hermetschwil, das heute zum Teil Anstaltszwecken dient. Eindrucksvoll ist die Fahrt über die im Jahre 1911 gebaute Bahnbrücke, die einen prächtigen Ausblick auf den einzig dastehenden terrassenartigen Aufbau des Städtchens und dessen Hauptfront bietet, die das mittelalterliche Aussehen bewahrt hat - ein wunderbares, stimmungsvolles Bild. Über Bremgarten-West führt die Bahn zur Haltestelle Erdmannlistein mitten in den herrlichsten Wald. Von hier aus lassen sich viele Wanderungen in den durch seine Schönheiten weit bekannten Bremgartner-Wald unternehmen. Interessant ist ein Besuch des sogenannten Erdmannlisteins, einer erratischen Blockgruppe von seltenem Ausmass. Nach einer Fahrt durch schöne Wälder gibt die Bahn den Blick ins breite Bünztal frei, wo man den Endpunkt der Bremgarten-Dietikon-Bahn, Wohlen erreicht. Wohlen ist der Sitz der aargauischen Strohindustrie und zeigt in seiner Anlage den frohen, weiten Bau einer Gartenstadt.
Hier empfängt den Reisenden die Wohlen-Meisterschwanden-Bahn, die ihn ins aargauische Seetal bringt. Zuerst erreichen wir das Dorf Villmergen, das durch die Villmergerkriege von 1656 und 1712 bekannt ist.

Stolz steht auf einer Bergterrasse die im Jahre 1865 erbaute prächtige Pfarrkirche. Schöne Waldspaziergänge führen von Villmergen über den Eichberg ins Seetal. Dem Ehrustal folgend, sehen wir hier das idyllisch gelegene Schloss Hilfikon, wohl eine der schönsten Gutsbesitzungen des schweizerischen Mittellandes. Bald langen wir im staatlichen Bauerndorf Sarmenstorf an. in lichter Höhe an der Strasse nach Büttikon erhebt sich im Schatten eines Buchenwaldes die St. Wendelinskapelle. In dieser befindet sich heute noch der vorspringende Felsen, unter dem nach der Sage die beiden Angelsachsen Erhard und Kaspar Unterkunft fanden. Interessante Ausgrabungen römischer Siedlungen sind im Murimooshau oberhalb Sarmenstorf gemacht worden. Eine römische Villa mit Bad, die freigelegt und restauriert worden ist, verdient besondere Erwähnung. Auch von Sarmenstorf aus lassen sich sehr schöne Fusswanderungen unternehmen, sei es südwärts auf die Höhenzüge des Lindenberges oder nordwärts auf den waldigen Eichberg. Nur eine kurze Fahrt noch und wir erreichen die Endstation Fahrwangen-Meisterschwanden. Über dem Dorfe erhebt sich der Lindenberg, der an zahlreichen Punkten herrlichen Ausblick in die Alpen gestattet. Seine höchste Erhebung beträgt 893 m über Meer. Zu Füssen des Berges dehnen sich die blauen Fluten des Hallwilersees aus. Wie ein funkelnder Edelstein liegt er mitten in einem Kranz von schmucken Dörfern.

Villmergen
Villmergen
Schloss Hilfikon
Schloss Hilfikon
St. Wendelinskapelle Sarmenstorf
Sarmenstorf

Nach der abwechslungsvollen und genussreichen Fahrt bis Fahrwangen lenkt nun der Wanderer seine Schritte dem Dorf Meisterschwanden zu. In etwa 20 Minuten erreicht er die Ufer des Hallwilersees. Am diesseitigen Ufer liegen die freundlichen Pensionen und Gaststätten Seerose und Delphin; bei ersterer ladet eine moderne Strandbadanlage zu erfrischendem Bad ein. Von beiden Stationen aus schaffen die flinken Boote der Dampfschiffgesellschaft des Hallwilersees Verbindung mit dem am jenseitigen Ufer liegenden Gemeinden Birrwil und Beinwil. Ein schöner Spazierweg führt dem Seeufer entlang bis zur Kuranstalt Brestenberg in Seengen. Etwas unterhalb des Ausflusses der Aa aus dem See steht das trotzige Wasserschloss Hallwil, das mit seinen Türmen, Wällen und Gräben ein lebendiger Zeuge ist aus alter kraftvoller Zeit. Das stilvoll renovierte Schloss ist Eigentum des Staates Aargau, dem es die letzte Edle von Hallwil testamentarisch vermacht hat. Am linken Ufer des Sees erhebt sich der ziemlich steil abfallende 791 m hohe Homberg, genannt die aargauische Rigi.
Für Auskünfte und Tourenvorschläge wende man sich an den Verkehrsverein Bremgarten oder an die Direktion der Bremgarten-Dietikon-Bahn oder der Wohlen-Meisterschwanden-Bahn in Bremgarten.


(Achtung! Dies ist nur eine Abschrift aus den Jahren 1935 - 1940. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Die Wohlen-Meisterschwanden-Bahn gibt es seit 1997 nicht mehr. Wir schreiben heute das Jahr 2015, es sind rund 80 Jahre vergangen.

Andy Hurschler - AHU-Swiss 2015

D I E T I K O N (ZH)

Dietikon Exkursionskarte
Dietikon Bremgartnerstrasse
Dietikon um 1970
Dietikon

B E R G D I E T I K O N (AG)

Bergdietikon
Bergdietikon
Bergdietikon
Bergdietikon

R U D O L F S T E T T E N (AG)

Rudolfstetten
Rudolfstetten AG
Rudolfstetten AG

M U T S C H E L L E N - Berikon-Widen (AG)

Mutschellen Berikon-Widen
Mutschellen Passhöhe
Mutschellen BDB

B R E M G A R T E N (AG)

Bremgarten
Bremgarten AG

Station: E R D M A N N L I S T E I N (AG)

Erdmannlistein
Erdmannlistein

W O H L E N (AG)

Wohlen AG
Wohlen AG Kirchplatz
Wohlen AG

V I L L M E R G E N (AG)

Villmergen AG
Villmergen AG
Villmergen - Rössliplatz
Villmergen AG

H I L F I K O N (AG)

Hilfikon
Schloss Hilfikon

S A R M E N S T O R F (AG)

Sarmenstorf
Kapelle
Sarmenstorf

F A H R W A N G E N (AG)

Fahrwangen
Fahrwangen

M E I S T E R S C H W A N D E N (AG)

Meisterschwanden
Meisterschwanden
Meisterschwanden
Meisterschwanden
Meisterschwanden
Meisterschwanden
Tennwil

H A L L W I L E R S E E

Hallwilersee
Hallwilersee
Schloss Hallwil

Bremgarten-Dietikon-Wohlen-Meisterschwanden-Bahn
Einst abgekürzt BDB, gefolgt von BD und heute BDWM

BDB
BDB
BD
BDWM

Es war einmal ein Gasthof Hasenberg

Für viele Wanderer und Sparziergänger, CB-Funker und andere ein beliebtes Ausflugsziel. Die Aussicht über das weite Reusstal ist wie damals noch vorhanden aber der heutige Gasthof Hasenberg kann ich Ihnen nicht empfehlen. Wandern Sie am besten weiter bis zum Herrenberg, dort erwartet Sie heute noch ein schönes Ausflugsrestaurant mit anständigen und gemütlichen Zvieri-Platten und einheimischen Essen uvm.

Gasthof Châlet Hasenberg wurde abgebrochen
Gasthof Hasenberg wurde abgebrochen
Ehemaliger Gasthof Herrenberg
Gasthof Herrenberg
Gasthof Herrenberg 1967 - Bergdietikon

Hat Sie jetzt das Reise- und Wanderfieber gepackt! Na dann los.

AHU-Swiss 2015

 
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